Erfahrungsbericht 1
Eigentlich wollten mein Mann und ich noch ein
eigenes Kind haben. Doch nach fast 2 Jahren
haben wir uns entschlossen, es nicht weiter zu
versuchen. Wir haben mit unseren 3 Kindern geredet und uns entschlossen einem Kind in Not zu helfen.
Wir haben uns an den FOK (Fir ons Kanner) gewand, da ich auch bei ihnen als Tagesmutter eingetragen bin. Wir mussten dann insgesamt 6x zur Befragung nach Diekirch in ihre Büros fahren. Wir wurden über unserer Familienverhältnis befragt, zu unseren Beziehungen zur Familien, Freunde und Bekannten. Ausserdem konnten wir verschiedene Kriterien angeben, wie das Kind, das bei uns leben würde, haben resp. nicht haben sollte. Mein Wunsch war ein Mädchen zwischen 18 Monaten und 2 Jahren, unsere Tochter wollte, dass es braune Augen haben sollte, für unseren Sohn mussten es blonde Haare sein und mein Mann hat dann gemeint, der Name solle doch bitte mit J anfangen. Unsere Älteste enthielt sich.
Nach diesen Terminen wurde uns mitgeteilt, dass wir als Pflegefamilie angenommen wären. Die Freude war riesengross.
Nach kurzer Zeit begann die Ausbildung im Beratungsdienst in Itzig. Unsere Gruppe bestand aus 3 Paaren. Da wir uns meistens einig waren, was den folgenden Termin betrifft, waren wir auch schnell mit der Ausbildung fertig. Jetz hiess es warten. Man hatte uns darauf vorbereitet, dass es zwischen 6 Monaten und 1 Jahr dauern kann, bis ein Kind, das in unsere Familie passen würde, gefunden wäre. Das kann man auch gut verstehen, die kleinen stehen ja nicht parat, sowie wir uns das wünschen.
Doch schon nach nur 1 Monat, am 30. Dezember erhielten wir ein Anruf, ob wir bereit wären, ein kleines Mädchen von fast 2 Jahren bei uns aufzunehmen. Wir waren total aufgeregt. Ob es möglich wäre, dass die Sozialarbeiterinnen am 4. Januar vorbeikommen könnten. Natürlich, gar kein Problem, sagten wir.
An dem Tag wurde der 1. Besuchskontakt auf den 7. Januar festgelegt, also nur 3 Tage später. Und schon nach nur 1 Woche, und zwar am 14. Januar durften wir die kleine Maus mit zu uns nach Hause nehmen.
Erfahrungsbericht 1


